Page 31 - Seetelhotels Usedom - Kundenmagazin Sonnenzeit
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  Als Wuschel, das Eichhörnchen vor einiger Zeit durch den Usedomer Wald lief, sah er seine Freundin Hella Häschen traurig auf der Wiese sitzen. Er hopste zu ihr und fragte sie, was sie bedrück- te. „Weißt du, ich finde es so schön hier im Wald, dass ich gar nicht weg möchte. Aber ich würde auch gern mal etwas Aufregendes erleben oder andere Tiere kennenlernen. Nur weiß ich nicht, wie“, seufzte Hella. Wuschel überlegte kurz. Dann kam ihm eine Idee. „Du machst ein Hotel für Tiere auf!“ rief er. Hella war begeistert: „Das klingt super! Ich werde mir ein paar Helfer suchen und das allererste Tierhotel hier in unserem Wald bauen. Und du bist jetzt schon zur Eröffnung eingeladen.“ Die beiden verabschiedeten sich und Wuschel hüpfte über die Äste davon.
Ein paar Wochen später bekam Wuschel schon die Einladung mit der Waldpost in seinen Kogel geliefert. Er schaute einmal in den Spiegel, kämmte sein Fell, und schon lief er los. Er hüpfte so schnell von Baum zu Baum, dass er schon bald das Schild sehen konnte: Waldhotel Häschen. Er sprang die Äste hinunter und lief direkt auf Hella Häschen zu. „Herzlichen Glück- wunsch zum eigenen Hotel“, rief er. Hella bedankte sich und fing gleich an zu erzählen. „Es ist unglaub- lich, Wuschel, mein Hotel ist schon voll belegt am allerersten Tag“, schwärmte sie, „im großen Zimmer wohnt Familie Fuchs. Sie wollen sich mit ihren sechs Jungen mal einen anderen Wald anschauen. Im Turmzimmer, im Stamm der alten Eiche, wohnt Herr Buntspecht. Er hat als Architekt schon ganz viele
Wohnungen für Vögel entworfen und auch selbst gebaut. Hier erholt er sich ein wenig.“ „Und wo kommt dieser Teich da hinten her?“ fragte Wuschel erstaunt. „Den haben wir extra ausgehoben und mit vielen Pflanzen eingerichtet, sogar Seerosen wachsen dort. Seit heute Morgen ist Familie Frosch dort zu Gast. Der Mix aus Wasser und Land ist perfekt für sie.“ Wuschel freute sich: „Das ist so toll geworden und es ist genau das, was du wolltest.“ Hella lächelte. „Ja, Wuschel“, antwortete sie, „und das alles dank deiner tollen Idee, dass ich ein Hotel für Tiere eröffnen soll. Ich bin dir so dankbar!“ Die beiden umarmten sich. „Jetzt muss ich aber loslegen“, sagte Hella. „Heute esse ich mit allen Gästen zusammen, und danach wollen wir Musik machen und tanzen. Machst du mit?“ „Na klar“, rief Wuschel und huschte direkt in die Küche, um den Tisch für das Abendessen zu decken. Gemeinsam mit Familie Fuchs, Herrn Buntspecht und Familie Frosch verbrachten die beiden einen wunder- vollen Abend, bis alle ganz müde waren und schlafen gingen. „Nun muss ich auch ins Bett, Wuschel. Aber das Schöne an meinem Hotel ist, dass es morgen früh gleich weitergeht mit den netten Gästen, und nächste Woche kommen vier Meisen, eine Katzendame aus der Stadt und wahrscheinlich sogar eine Schildkröte aus Mexiko zum Urlaub am Teich! Hier wird ab jetzt jeder Tag ein kleines Abenteuer. Und jetzt: Gute Nacht, mein Freund.“ „Gute Nacht“, antwortete Wuschel, hüpfte mit einem Lächeln in seinem Gesicht nach Hause, kuschelte sich in sein Bett und schlief ganz schnell ein.
Eine kleine Gute-Nacht-Geschichte
Ein Hotel für Tiere
Diese Seite ist speziell für unsere kleinen Gäste. Ihr könnt die Geschichte selber lesen oder sie euch von euren Eltern vorlesen lassen.
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  © Sarah Scholl



























































































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