Page 28 - Seetelhotels Usedom - Kundenmagazin Sonnenzeit
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  Altes Handwerk – voll im Trend!
Auf diesen Seiten stellen wir Ihnen zwei Menschen vor, deren traditionel- les Handwerk immer noch das Gesicht der Insel prägt. Unternehmen Sie einen Ausflug zu einem interessanten Künstler und entdecken Sie dabei ein grandioses Naturparadies.
Ostseeinsel Usedom
  DIE STRANDKORB-STORY
Deutschlands älteste Manufaktur kommt aus Heringsdorf
Sie schützen vor Wind, Sonne (und manchmal auch vor neugierigen Blicken), gehören zum typischen Bild an den Küsten von Nord- und Ostsee. Als Erfinder gilt der Rostocker Hofkorb- macher Wilhelm Bartelmann, der 1882 seinen ersten Sitzkorb aufstellte. Die Idee zündete, die Nachfrage stieg. Der Korbmachermeister Carl Martin Harder gründete 1925
Deutschlands älteste Strandkorb-
Das Ur-Modell ist einem hochkant aufgestellten Wäschekorb nachempfunden.
manufaktur. Heute heißt sie „Korbwerk“ und ist seit 1933 im Kaiserbad Heringsdorf ansässig.
Wie vielfältig die Ausgestaltung sein kann, erklärt Firmenchef Dirk Mund. „Bei uns gibt es keine Strandkörbe von der Stange, wir fertigen nach Maß“, so der Firmenchef. „Wir verwenden heute fast ausschließlich Kunststoffbänder zum Flechten“, erklärt Flechtmeister Ronny Sass. „Bei guter Pflege und sachgerechter Aufstellung halten die bis zu 30 Jahre“, ergänzt Dirk Mund.
Die private Nachfrage ist in den vergangenen Jahren gestiegen.Viele Urlauber möchten auch
zu Hause auf der Terrasse oder im Garten noch das spezielle Ferienfeeling genießen. 50 bis 60 Stunden Arbeit stecken allein in
der Flechterei der Außenhaut. So viel Handarbeit hat ihren Preis: Die Skala reicht vom Basismodell für rund 2.000
Euro bis zum Luxusmodell mit Minikühl- schrank, Soundanlage und LED-Beleuch-
tung für 10.000 Euro und mehr.
Firmenchef Mund erinnert sich gern an ein ganz besonderes Modell. „Lasst uns den größten Strand- korb der Welt bauen!“ rief er, als er den Auftrag erhielt, den XXL-Strandkorb für das G8-Gipfeltref- fen 2007 in Heiligendamm zu bauen. Die 23 Mit- arbeiter brauchten drei Wochen für den Maxi-Korb, verarbeiteten zwei Kilometer Flechtband, 35 Quadratmeter Stoff und einen Kubikmeter Holz. Das Bild mit Angela Merkel und den Regierungs- chefs ging um die Welt und sorgte dafür, den Strandkorb über alle Grenzen bekannt zu machen.
   Flechtmeister Ronny Sass arbeitet bis zu 60 Stunden an einem Korb.
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